Zahnimplantate dienen dem Ersatz von fehlenden Zähnen. Theoretisch ist es dabei möglich, jeden verloren gegangenen Zahn durch ein Zahnimplantat zu ersetzen. Das mag bei Verlust von einzelnen Zähnen sicher ein gutes Konzept sein, wäre im Fall einer kompletten Zahnlosigkeit aber nicht notwendig. Hier reichen selbst für eine festsitzende Brücke in der Regel eine Implantatzahl von 6-8 pro Kiefer aus, mit mehr Zahnimplantaten wäre in der Regel keine funktionelle Verbesserung zu erzielen. Es gibt sogar Konzepte, die festsitzenden Zahnersatz auf lediglich 4 Implantaten erfolgreich umsetzen ( All-on-4-Konzep noimage ®, fast and fixed noimage ®), das ist nach dem heutigen Erfahrungsstand die absolute Mindestanzahl von Implantaten für festen Zahnersatz. Für das Fixieren von herausnehmbarem Zahnersatz ist die Mindestzahl 2 Implantate, typischerweise werden 4 eingesetzt. Welche Art der Versorgung die sinnvollste ist, hängt von der Gebisssituation ab und wird durch die Implantatplanung vorab festgelegt. Neben den Voraussetzungen wie Knochenangebot und Geldbörse spielen die zunehmenden Möglichkeiten bei der Aufbau- und Zahnersatzgestaltung eine Rolle. Die Implantathersteller halten hier durch eine riesige Auswahl an konfektionierten bzw. individualisierbaren Aufbauten bzw. Verbindungselementen für fast jede Situation ein Lösung parat, über die ein versierter Implantologe noimage bescheid wissen muss: von Keramik- Abutments noimage für die ästhetische Kronenversorgung bis zu konfektionierten Halteelementen wie Kugelkopfanker noimage oder Locatoren noimage für einen preisgünstigen Prothesenhalt.
Um für die Einsatzmöglichkeiten eine bessere Übersicht zu erhalten, unterscheidet man verschiedene Zahnverlustmuster, für die es jeweils typische Implantatlösungen gibt.
Indikationen von Zahnimplantaten
Zum Ersatz von einzelnen, z. B. unfallbedingt verlorengegangenen Zähnen: Einzelzahnimplantat Zum Schließen von größeren Lücken Zum Ersatz fehlender hinterer Backenzähne (Freiendsituation ) Bei stark reduzierter Restbezahnung Bei völliger Zahnlosigkeit: Totalersatz
Voraussetzungen für eine Implantatbehandlung
- Ausreichendes Knochenangebot für die Implantatverankerung - Genügend Platz für den prothetischen Aufbau noimage (Krone) - Gute Mundhygiene - Abgeschlossenes Kieferwachstum - Beachtung der Gegenanzeigen
Eine Altersbegrenzung besteht jedoch nicht!
Eine Aufschlüsselung der angezeigten Implanttattherapie nach Art des Zahnverlusts (wie viele Implantate in welcher Situation) liefert die Konsensuskonferenz Implantologie mit dem „Konsensuspapier" der Verbände BDO, DGMKG, DGI und DGZI über die Indikationsklassen zur Implantattherapie.
Hier heißt es: ..."Die optimale Therapie des Zahnverlustes ist der Ersatz jedes einzelnen Zahnes durch ein Implantat. Dabei ist der Zahn 8 eines Quadranten in der Regel nicht zu ersetzen. Da die optimale Therapie aus verschiedensten Gründen (anatomische, aber auch wirtschaftliche) nicht immer durchgeführt werden kann, wurden die nachfolgenden Empfehlungen für Regelfallversorgungen aufgestellt. Indikationsklassen für Regelfallversorgungen in der Implantologie (Stand 12/08)
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Dr Czíner Implantologie - Zahnklinik in Sopron, Ungarn bietet Sofortimplantate, Sofort belastbare Zahnimplantate und Zahnersatz
Einzelzahnimplantat: Lückenschluss durch Implantatversorgung
Einzelzahnimplantat
Heutzutage stellt der Einzelzahnersatz mit ca. 10-20% aller Implantatfälle einen typischen Implantationsgrund dar. Hier werden einzelne Zähne, die unfallbedingt, durch Parodontitis noimage (Zahnfleischerkrankungen), kariesbedingt oder nach erfolgloser Wurzelkanalbehandlung, bzw. Wurzelspitzeresektion noimage (WSR) verlorengegangen sind, durch das Einbringen eines Implantats mit einer Krone noimage ersetzt.
Bei der Einzelzahnimplantat-Versorgung handelt es sich um einen festen Zahnersatz, d.h. dass es eine nicht (vom Patienten) herausnehmbare Verbindung zwischen Implantat und aufgesetzter Krone gibt. Eine Möglichkeit dabei ist, dass die zahntechnisch gefertigte Krone mittels Schraube am Implantat (oder Implantataufbau) fixiert wird. Wenn die Schraubenöffnung im sichtbaren Bereich liegt, wird sie mittels Kunststoff oder Keramik verschlossen.
Zahnimplantate Bild 1.: Zahnersatz durch das Einbringen eines Implantats mit einer Krone
Gängiger mittlerweile ist die Verklebung/Zementierung (siehe Bildfolge rechts). Dabei wird ein konfektionierter oder individualisierter Aufbau mittels einer Schraube mit dem Implantat fest verbunden. Auf diesen Stumpf wird dann, analog einer Krone für einen natürlichen Zahn, die Implantatkrone zementiert. In jedem Fall ist ein solcher Zahnersatz vollkommen fest und wie ein eigener Zahn geformt. Sofortimplantat noimage oder Spätimplantat noimage ?
Bei der Implantattherapie für ein Einzelzahn-Implantat unterscheidet man noch die Vorgehensweise. Bei der Sofortimplantation noimage wird das Implantat in der gleichen Sitzung mit der Zahnentfernung eingebracht.
Zahnimplantate Bilder 2.: Sofortimplantate sind – ihren Aufbau betreffend – dem Zahnaufbau ähnlich
Die Vorteile hierbei sind:
• einmaliger chirurgischer Eingriff (Betäubung etc.) • schnellerer Zeitplan bis zur Fertigstellung des Zahnersatzes • Knochenerhalt durch funktionelle Unterstützung des Knochens
Demgegenüber gilt das Spätimplantat noimage , dass erst nach der Knochenheilung (wieder massive Knochenstruktur, nach ca. 3-6 Monaten) eingebracht wird, als klassisches, sichereres Implantatkonzept. Hier ist als Nachteil anzusehen, dass sich -je nach individuellen Voraussetzungen und anatomischer Lokalisation- ein mitunter bedeutender Knochenschwund ( Atrophie noimage )ergeben kann. Gerade im Frontzahnbereich wird daher ein längeres Abwarten als riskant eingestuft. Konzepte hierfür sind: die verzögerte Sofortimplantation (nach wenigen Tagen bis 2 Wochen) oder Direktmassnahmen zum Knochenerhalt ( Socket Preservation noimage ).
Nicht zu verwechseln mit der Sofortimplantation noimage (chirurgisches Konzept) sind die Sofortbelastung noimage bzw. die Sofortversorgung noimage als prothetische Konzepte.
Einteiliges oder zweiteiliges Implantatsystem?
Zweiteilige Implantate noimage (Implantatkörper und Aufbau getrennt) werden am weitaus häufigsten für Einzelimplantatversorgungen verwendet, da hier die Einheilung sicher unbelastet erfolgen und die Wahl des Aufbaus später frei gewählt werden kann. Einteilige Implantate noimage sind aber immer dann gut möglich, wenn die Achsrichtung sicher und das Implantat mit hoher (für eine Sofortversorgung ausreichender) Primärstabilität eingebracht werden können.
Zahnimplantate Bild 3.: Sofort Implantate zum Ersatz von Unterkiefer-Frontzähnen
Hier gibt es eine Animation zur Einzelzahnversorgung .
Größere Lücken: Zahnimplantate auch als Brückenpfeiler
Wenn mehr als ein Zahn in direkter Nachbarschaft fehlt, entstehen größere Lücken, die durch eine Implantatversorgung geschlossen werden können, wenn die Voraussetzungen für eine solche Therapie erfüllt sind. Grundsätzlich stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:
Der Einzelzahnersatz Verlorengegangene Zähne werden 1:1 durch Einzelzahnimplantate ersetzt und mit Kronen versorgt (fester Zahnersatz).
Lückenversorgung: 1:1 Zahnersatz durch Implantate
Zahnimplantate Bild 1.: Die Implantatgetragene Brücke
Hier dienen mindestens 2 Implantate als Brückenpfeiler um die mehr als 2 fehlenden Zähne einer Lücke zu ersetzen (fester Zahnersatz).
Lückenversorgung: implantatgetragene Brücke
Die Hybrid-Brücke Hier dienen ein Implantat und ein natürlicher Zahn gemeinsam als Pfeiler, um zusätzliche Zähne zu ersetzen (fester Zahnersatz). Der Verbund von Implantaten und Zähnen galt lange Zeit als riskant. Neuere Studien attestieren aber eine eben so gute Prognose, wie eine rein implantatgetragene Brücke.
Zahnimplantate Bild 2.: Implantation beim Fehlen mehrerer benachbarter Zähne durch eine implantatgetragene Brücke.
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Freiendsituation: Implantate bei Verlust der Backenzähne
Wenn die hinteren Backenzähne verlorengegangen sind, so dass nur noch eine Restbezahnung in der Front und der kleinen Backenzähne besteht, spricht man von einer (einseitigen oder beidseitigen) Freiendsituation. Zwar entspricht die Versorgung der Freiendsituation grundsätzlich den Maßgaben einer Lückenversorgung, da nach hinten hierdurch aber die Möglichkeit einer
Zahnabstützung entfällt, kann auch kein herkömmlicher fester Zahnersatz ( Brücke ) mehr eingesetzt werden. Sie stellt somit eine Sonderform dar, da festsitzende Alternativen entfallen. Hier hat die Implantatversorgung also besonders große Vorteile.
Freiende: nach hinten kein Zahnpfeiler mehr vorhanden: fester Zahnersatz nur durch Implantate möglich. Die Zähne 45,46,47 wurden durch Implantate ersetzt.
Zahnimplantate Bild 1.: Zahnimplantate mit Brücke
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Restbezahnung: Implantate bei Verlust von vielen Zähnen
Hier dienen die Implantate der Pfeilervermehrung , auf die der Zahnersatz abgestützt wird. Grundsätzlich besteht hier natürlich die Möglichkeit, durch sehr viele Implantate einen festen, d.h. nicht herausnehmbaren Zahnersatz einzusetzten [siehe auch: Lückenversorgung ].
Restbezahnung
Manchmal wird jedoch die Zahl der Implantate durch die Kosten oder durch nicht ausreichendes Knochenangebot limitiert, so dass ein fester Zahnersatz nicht möglich ist oder zu aufwendig ist. Auch können Zähne zwar durchaus noch erhaltungswürdig, aber als Pfeiler für eine feste Brücke zu unsicher sein, z.B. wenn ein gewisser Knochenabbau durch Parodontitis eingetreten ist.
Zahnimplantate Bild 1.: Zahnimplantate mit Teleskopprothese
Eine Lösung in solchen Fällen stellt eine abnehmbare Brücke in Form einer Teleskopprothese dar, die sowohl auf Zähnen als auch Implantaten ruht. Auch besteht die Möglichkeit den Zahnersatz an Zähnen (z.B. Teleskope) und konfektionierten Halteelementen (z.B. Locator ) auf Implantaten zu fixieren. In beiden Fällen spricht man auch von einer Hybridprothese.
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Implantate bei Zahnlosigkeit: Stegversorgung, Locator oder festsitzende Brücke
Für die Versorgung der völligen Zahnlosigkeit werden zur Zeit mit ca.60% die meisten Implantate eingesetzt. Meistens ist das Ziel, durchImplantate den Halt einer Prothese zu verbessern bzw. zuermöglichen, was am häufigsten im zahnlosen Unterkiefer notwendig ist. Für einen herausnehmbaren, auf implantaten fixierten Zahnersatz im Unterkiefer müssen mindestens 2, besser 4 Implantate eingebracht werden. Im Oberkiefer sollten es aufgrund der weicheren Knochenstruktur mindestens 4 Zahnimplantate sein.
Für den zahnlosen Kiefer gibt es eine ganze Reihe von Versorgungskonzepten. Die typischen seien hier genannt:
Die Stegversorgung
Meistens werden die Implantate über eine Stegverbindung miteinander verbunden, welche dann die Prothesenverankerung sichert. Eine Sofortbelastung einersolchen Versorgung ist aufgrund der hohen Primärstabilität möglich.
Stegkonstruktion: bewährteste Zahnersatzversorgung auf Implantaten: Sofortbelastung möglich
Teleskop-Prothese
Die bei einer Restbezahnung zum Halt einer Prothese entwickelte Teleskop- bzw. Konus- oder Doppelkrone findet auch in der Implantattherapie seine Anhänger. Die Vorteile sind
• extrem sicherer Halt und • Brücken-ähnliches Gefühl (dem festen Zahnersatz vergleichbar)
Als Nachteil sind die relativ hohen Fertigungskosten zu nennen.
Individuell gefrästes Steg-Geschiebe Vom Konzept her mit der Stegversorgung verwandt, aber mit erheblich verstärkter, flächigerer Haltfläche und zusätzlichen individuellen Klemmelementen versehen. Diese Versorgung ist durch den extremen zahntechnischen Aufwand und die extrem hohen Kosten, nicht zuletzt durch den gestiegenen Goldpreis, ein wenig aus der Mode gekommen. Konfektionierte Haltelemente Kugelkopfanker oder Locator -Versorgungen für die Fixierung von herausnehmbaren Zahnersatz sind konfektionierte Halteelemente und daher preisgünstiger in der Fertigung. Die noch junge Locator -Versorgung hat durch leicht und preisgünstig austauschbare Friktionselemente eine enorme Popularitätsentwicklung.
Kugelkopfanker: bewährt aber durch Locator-Verbindungen auf dem Abschwung
Fester Zahnersatz bei Zahnlosigkeit
Feste Zähne: die Königslösung Selbst bei völliger Zahnlosigkeit besteht die Möglichkeit, durch mehrere (mindestens 6-8) Implantate einen festen, d.h. nichtherausnehmbaren Zahnersatz einzusetzen [siehe auch: Lückenversorgung]. Es gibt mittlerweile zwar auch Konzepte für die feste Zahnersatzversorgung auf 4 Implantate (All-on-4-Konzept); hier tut sich der Großteil der Experten aber schwer, dieses Verfahren als generell empfehlenswert einzustufen. Natürlich geht auch das andere Extrem: die Einzelzahnversorgung, d.h. 1 Implantat je verloren gegangener Zahn. Wenn das eine Konzept vielleicht zu schmalbrüstig sein dürfte, könnte hier vielleicht die Idee einer Überbehandlung kommen. Aber abgesehen von den sehr hohen Kosten ist gegen dieses Maximalkonzept medizinisch kein Einwand zu erheben.
Hier finden Sie kleine Videos über Implantat-Versorgungen bei Zahnlosigkeit.