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Zahnimplantate

Was ist ein Zanhmplantat?

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Was ist ein Zahnimplantat?

Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel. Es hat ein meist schraubenförmiges oder zylindrisches Design. Es wird in den Kieferknochen eingepflanzt, um verlorengegangene Zähne zu ersetzen. Ein Zahnimplantat übernimmt die gleiche Funktion wie die eigenen Zahnwurzeln, da es direkt mit dem Knochen verwächst: Es trägt Zahnersatz, z.B. Einzelkronen, Brücken, oder es kann herausnehmbaren Zahnersatz sicher verankern. Beim Zahnimplantat-Aufbau unterscheidet man den Implantatkörper, der in den Knochen eingebracht wird, und die Aufbauteile, mit deren Hilfe Kronen  oder Haltestrukturen für Prothesen am Implantatkörper befestigt werden. Das nebenstehende Bild zeigt ein sogenanntes zweiteiliges  Implantat, bei dem Implantatkörper und Aufbauteil ( Abutment  ) getrennt sind.

Zahnärztliche Implantate werden seit etwa 40 Jahren in der Zahnheilkunde eingesetzt. Verschiedene Materialien, unter anderem auch Keramik, kamen auf der Suche nach dem idealen Werkstoff zum Einsatz. In den letzten 30 Jahren der schnell voranschreitenden implantologischen Forschung hat sich Reintitan als das Basismaterial für fast alle zahnärztlichen Implantate durchgesetzt.

 

Warum müssen Zahnimplantate eingesetzt werden?

 

 

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Sofort belastbare Zahnimplantate können den Einsturz und Abbredation der Nachbarzähne, die Entstehung von Knochenschwund verhindern, so erübrigt sich in den meisten Fällen ein Knochenersatz.

 

 

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Dr Czíner Sofortimplantologie - Zahnklinik in Ungarn, Sopron bietet Sofortimplantate, Sofort belastbare Zahnimplantate und Zahnersatz

 

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Sofortimplantate aus Titan

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Zahnimplantate aus Titan - Sofortimplantate aus Titan


Der überwiegende Teil der heutzutage verwendeten Implantate besteht aus hochreinem Titan. Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass sich Titan biologisch neutral (Biokompatibilität) verhält und keine allergischen oder Fremdkörperreaktionen auslöst. Das Liegt daran, dass Titan eine direkte molekulare Verbindung mit dem Knochen eingeht (Osseointegration). Bei anderen Materialien ist das nicht der Fall. Hierbei spielt die mikromorphologische Oberflächengestaltung eine Schlüsselrolle. Sie muss mit einer Mikro-Porentiefe von durchschnittlich 5 bis 100 µm aufgeraut sein.

Die Entwicklung der Zahnimplantate ist eng mit der Nutzung des Leichtmetalls Titan verbunden.
Die Eigenschaft des Titans, mit Sauerstoff eine schützende Oxidschicht auf der Oberfläche zu bilden, ist die Ursache für sein bioinertes verhalten und damit seine besonders gute Verträglichkeit. Die biologischen Eigenschaften des Knochens führen dazu, dass er eine direkte kristallographische Verbindung mit dem Titanoxid eingeht. Man nennt dies Osseointegration. Die Verbindung zwischen der Titanoberfläche und dem Knochen ist unter normalen, infektionsfreien Umständen in vielerlei Hinsicht am zuverlässigsten. Auch kommt es nur sehr selten zu Frakturen des Implantatkörpers, weil die Elastizitätsmodul von Knochen und Titan ähnlich sind.
Eine weitere Voraussetzung für diesen biologischen Prozess ist die Anrauung der Titanoberfläche. Zu Beginn wurde dies durch Aufspritzen von Titanpulver unter Argon und Hochtemperatur erreicht. Dieses Verfahren ist verhältnismäßig teuer, so dass viele Hersteller etwa seit dem Jahr 2000 auf das billigere Säure-Ätz-Verfahren durch ein Gemisch von Salzsäure und Schwefelsäure zurückgreifen..

 

 

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Sofortimplantate Bilder 1.: BCS Sofortimplantat - BCS Sofort belastbare Zahnimplantat

 

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Zahnimplantate Bilder 2.: KOS Sofort belastbare Zahnimplantat - KOS Sofortimplantat

 

 

Auf der Suche nach dem idealen Material für Zahnimplantate erkannte in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts der schwedischen Orthopäde Per-Ingvar Branemark das Potenzial des Leichtmetalls Titan. Die Erkenntnisse seiner Untersuchungen veranlassten ihn dazu, über den Einsatz von Titan in der Hüft- und Knieendoprothetik nachzudenken. Er erkannte aber, dass der Kieferknochen für Versuche und deren Dokumentation viel lechter zugänglich war und entschied sich für die zahnärztliche Implantologie als Einsatzgebiet für Titanimplantate. 1965 führte Branemark die erste Implantation mit einem Schraubenimplantat aus Titan durch.

Auch im Bereich der Orthopädie hat man jahrzehntelange positive Erfahrungen mit Titan gemacht. In der chirurgischen Orthopädie bei metallischen Beinprothesen (Hüftgelenksprothesen) und Hüftkopfersatz, Kniegelenkersatz nach Arthrose wird es massenhaft eingesetzt. Die Titan-Oxidschicht ermöglicht

das feste Anwachsen von Knochen an das Implantat und ermöglicht damit den festen Einbau des künstlichen Implantates in den menschlichen Körper. Die Reaktion des Körpers ist so natürlich, dass der Knochen direkt am Implantat anwächst und das Zahnimplantat als Teil des Körpers annimmt.
Die Knocheneinheilung kann man durch die Beschichtung der Titanimplantate mit körperverwandten Stoffen (Hydroxylapatit) verbessern.

Bei durchmesserreduzierten Implantaten (z.B. Mini-implantaten) werden zur Erhöhung der Bruchstabilität auch Titanlegierungen mit Aluminium und Vanadium z.B. Ti-6AI-4V verwendet, dem sogenannten Titan Grad 5.
Ob die Biokompatibilität dadurch geringer wird, ist noch nicht geklärt.

Alle Implantate müssen eine Zertifizierung der gesundheitsbehörden als sichere Medizinprodukte (CE- oder FDA-Zulassung) besitzen.

 

 

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Zahnimplantate aus Keramik (Zirkonoxid-Keramikimplantate)

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Zahnimplantate aus Keramik (Zirkonoxid-Keramikimplantate)

 

Nachdem Keramikimplantate seit Ende der 80er Jahre wegen ungünstiger Materialeigenschaften nicht mehr verwendet wurden, erleben diese zur Zeit eine Renaissance.

 

Keramikimplantat  

 

Die neuen Keramikimplantate bestehen aus Zirkoniumoxid-Keramik, welche nach bisheriger Erkenntnissen biologisch uneingeschränkt verwendet werden können. Es gibt 2 Möglichkeiten der Herstellung: das Yttrium-stabilisierte Zirkonoxid, was eine sehr hohe Bruchstabilität hat und das nach Sinterverfahren hergestellte Zirkonoxid, das auch bei der Kronen-Brückenprothetik verwendet wird, dessen Stabilitätswerte aber deutlich niedriger sind. Gesinterte Zirkonoxidkeramikimplantate sind daher für die Implantologie weniger geeignet. Zirkonimplantate haben den Vorteil, dass sie der natürlichen Zahnfarbe deutlich näher kommen (weiß statt grau) , was insbesondere bei ästhetischen Versorgungen vorteilhaft ist, im Besonderen wenn das bedeckende Zahnfleisch extrem dünn ist. Zirkonoxid-Implantate enthalten kein Metall, was gerade bei Allergie-Patienten von Vorteil ist. Unverträglichkeiten und Allergien sind völlig ausgeschlossen. Die haben allerdings auch einige Nachteile, zum Beispiel die höhere Kosten und eine noch geringe wissenschaftliche Erfahrung und Dokumentation. Hinsichtlich der Langlebigkeit müssen Keramikimplantate daher erst noch beweisen, ob sie die Ergebnisse der Titanimplantate erreichen, was aufgrund der Alterungseigenschafte von Zirkonoxid teilweise beurteilt wird. Auch ist die optimale Oberflächenbeschaffenheit für die Knocheneinheilung für diese Implantatsorte noch nicht eindeutig geklärt. Die Geschwindigkeit der Osseointegration geht zur Zeit noch langsamer, als bei den modernen Titanoberflächen (ca. 20-24 Wochen gegenüber 6-12 Wochen). Deswegen ist es notwendig, einteilige Implantate durch Schienung viele Wochen vor zu früher belastung zu schützen. Das ist eine Aufgabe, die man nicht immer erfolgreich lösen kann. Eine Sofortbelastung ist bei Keramikimplantaten nicht möglich. Allerdings reagiert das Zahnfleisch bzw. die Weichgewebe besonders viel versprechend auf Zirkonoxid und ist dort dem Titan wohl überlegen. Bedenklich ist die Sachlage, dass der Aufbau bei den meisten, einteiligen Zirkonimplantaten zur Zeit noch nicht biegsam gewählt werden kann, was eine besonders präzise Positionierung der Implantate bei der Implantation verlangt. Da der Aufbau beschleift werden muss, um die individuelle Form zu erreichen, besteht die Gefahr, Rissen und Alterungsprozessen des Zirkonoxids Vorschub zu leisten.

 

 

Zweiteilige Zirkonimplantate

 

Die Einführung von zweiteilige Implantaten aus Zirkonoxidkeramik, die durch die Möglichkeit von Abutments das Problem der eingeengten Verwendbarkeit lösen, können wir sicherlich hoffen. Gegenüber metallischen Abutments, wie sie bei den Titanimplantaten verwendet werden, können mit Zirkonoxidkeramik-Abutments jedoch keine austauschbaren Schraubverknüpfungen gestaltet werden. Aufbauteil und Implantat werden miteinander verklebt. Theoretisch können wir hier aus einer sehr sicheren Verbindung ausgehen. Wie sich diese allerdings beim Kauen über Jahre als geeignet erweisen wird, kann noch nicht erfasst werden.

 

 

Die Vorteile und Nachteile der Zirkonoxid-keramik-Implantaten

 

+ 100%ige Biokompatibilität, keine Unverträglichkeiten oder Allergien gekannt
+ optimale Gewebeverträglichkeit, bessere Zahnfleischanlagerung
+ viel schöneres Design
+ geringere Plaquebildung, geringeres Risiko einer Zahnfleischentzündung
+ kein Riss zwischen Implantat und Aufbauteil (einteilig oder verklebt), reduziert ebenfalls das Risiko einer Entzündung

- Schnelligkeit der Knochengenesung entspricht noch nicht der von Titanimplantaten
-Ungenützte Regeneration notwendig
-Nur Kurzzeiterfahrungen, Risiko durch Alterungsverlauf bei keramik
-Keine spätere Mittelpunktkorrektur durch Abutment möglich (einteilige Implantate), kein Abutmenwechsel bei zweiteiligen Implantaten aus Zirkonoxidkeramik
-Schadhaftigkeit durch das notwendige Beschleifen des Implantats (einteilige Implantate) in der Keramik möglich
-Es kostet mehr
-Langwierige Standfestigkeit für zweiteilige Implantate aus Keramik noch nicht befriedigend nachgewiesen

 

 

Endergebnis zu Keramikimplantaten:

 

Dieses sehr interessante Baumaterial eröffnet neue Gelegenheiten für ästhetischen und biokompatiblen Zahnersatz. Bezüglich Ungefährlichkeit, Harmonisierung und Schnelligkeit bei der Genesung, sowie Unkompliziertheit in der Anwendung können sich Keramikimplantate allerdings noch nicht ganz mit modernen Titanimplantaten messen. Die Gewebefreundlichkeit für das Zahnfleisch ist jedoch ausgezeichnet. Das Bemühen die Oberflächenbeschaffenheit zu perfektionieren und Aufbauverbindungen sicher zu erschaffen ist aber bereits im Gange. Dann können Zirkonimplantate generell einsetzbar sein und – bei angemessenen klinischer Dokumentation – sicher eine noch weitere Popularisation erfahren.

Indikation:

-Einzelzahnersatz und Brückenprothese (insbesondere Frontzahnsektor) sowie herausnehmbarer Zahnersatz, insbesondere wenn Alternativen ausgeschlossen wurden.

Vorsicht:

-Wenn keine hohe Originärstabilität erreicht werden kann (sehr bröckelige Knochen, Knochenaufbau)
-Bei einteiligen Implantate: wenn keine Sicherung vor frühzeitiger Überlastung sichergestellt werden kann
-Wesentliche Knochenaufbauvorbereitungen sollten vor Einsetzen der Implantate abgeschlossen sein, da für einen gelungenen gleichzeitigen Knochenaufbau die Datenlage dürftig ist.

Wenn Sie einen Spezialzahnarzt für Implantate suchen, der auch Keramikimplantate einsetzt, finden Sie diesen über die Zahnarzt-Suche hier auf sofortimplantate.net. Wählen Sie einfach unter den Suchkriterien „Keramikimplantate" aus.

Hier geht es zur Implantologensuche.

 

 

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